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Burnout-Vorbeugung rechnet sich

Burnout: Mit Vorsorge ließen sich Milliarden Euro einsparen

Einfache Maßnahmen wie MentalTraining senken Therapie- und Krankenstandskosten deutlich.

Psychische Störungen sind in Österreich weit verbreitet: Laut einer repräsentativen Befragung im Auftrag des Sozialministeriums befinden sich 44 Prozent der Befragten zwischen 20 und 70 Jahren in einer psychisch belasteten Situation. Das sind 2,6 Millionen Menschen. Eine Million davon befindet sich in einer Vorstufe zum Burnout.

Eine aktuelle Studie im Auftrag der Initiative Wirtschaftsstandort Oberösterreich hat nun ergeben, dass eine Burnout-Prophylaxe nicht nur das Risiko einer Erkrankung senkt, sondern auch Einsparungen in Milliardenhöhe ermöglicht. Der Ökonom Friedrich Schneider hat die Studie gemeinsam mit seiner Kollegin Elisabeth Dreer (Kepler-Uni) in Kooperation mit Werner Schöny (pro mente) und Mentaltrainer Robert Placek (Respektiere dein Potential) erstellt.

Regelmäßiges Mentaltraining "Die Wiederholung ist die Mutter des Erfolgs"

Dafür wurde mit 67 Dienstnehmern aus drei großen oberösterreichischen Unternehmen gearbeitet: Sie wurden in eine Versuchs- und eine Kontrollgruppe eingeteilt. Beide Gruppen füllten Fragebögen aus, nur die Versuchsgruppe erhielt in regelmäßigen Abständen auch ein Mentaltraining.

"Die drei Überprüfungen haben eine deutliche Verbesserung der psychischen Gesundheit der Versuchsgruppe gezeigt", sagte Dreer am Mittwoch bei einem Pressegespräch. Die Risikomuster seien um 51 Prozent zurückgegangen, während sie in der Kontrollgruppe annähernd gleich blieben.

Darauf aufbauend wurden in drei Szenarien die Einsparungen für das Gesundheitssystem und die Wirtschaft berechnet. Ergebnis: Wenn belastete Personen aufgrund von präventiven Maßnahmen das Gesundheitssystem nicht in Anspruch nehmen müssen, sind große Einsparungen möglich. Im Bereich Therapie und Folgekosten liegen sie im wahrscheinlichsten Fall bei rund drei Milliarden Euro. Bei den vermiedenen Kosten für Krankenstandstage sind laut Dreer und Schneider, abhängig vom Szenario, Einsparungen zwischen zwei und zehn Milliarden Euro möglich.

Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner (ÖVP) betonte den Wert von betrieblicher Gesundheitsfürsorge: "Burnout-Prophylaxe wirkt nachweislich und nachhaltig und stärkt auch den Wirtschaftsstandort." Schöny plädierte dafür, die psychische Vorsorge in die Gesundheitsvorsorge einzubeziehen.

StudienDetails zum Nachlesen

https://www.rp2.at/presseartikel

Wie sich Burnout-Vorbeugung rechnet - WienerZeitung.at

https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/wirtschaft/oesterreich/1008533_Wie-sich-Burnout-Vorbeugung-rechnet.html


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